Paartherapie

Paar- & Sexualtherapie

Beziehungen gehören zu den wichtigsten Einflussfaktoren für unser Wohlbefinden. Sie können uns Sicherheit, Nähe und Verbundenheit schenken – aber auch zu einer Quelle von Konflikten, Unsicherheit und großem emotionalem Leid werden. Wie wir Beziehungen erleben und gestalten, ist dabei selten Zufall.

Seit über acht Jahren forsche ich im Bereich der Persönlichkeitspsychologie und psychologischen Diagnostik zu Bindungsstilen und ihrer Bedeutung für unsere Beziehungen. Der Bindungsstil entwickelt sich auf Grundlage früher Erfahrungen mit unseren wichtigsten Bezugspersonen. Er prägt unsere Erwartungen, Emotionen und Verhaltensweisen in engen Beziehungen und beeinflusst beispielsweise, wie wir mit Nähe und Distanz umgehen, Vertrauen entwickeln, Konflikte erleben oder auf Zurückweisung reagieren.

Die Forschung zeigt, dass der Bindungsstil über die Zeit vergleichsweise stabil ist und zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf unsere Beziehungszufriedenheit zählt. Gleichzeitig ist er eng mit unserem psychischen Wohlbefinden verbunden. Dieses Wissen bildet eine wichtige Grundlage meiner therapeutischen Arbeit. Denn auch wenn sich Beziehungsmuster häufig wiederholen, sind sie nicht unveränderlich. Werden sie sichtbar und verständlich, können neue Erfahrungen und neue Wege im Umgang miteinander entstehen.

 

Paartherapie

In der Paartherapie verbinde ich einen systemischen Ansatz mit der Emotionsfokussierten Therapie (Emotionally Focused Therapy nach Sue Johnson).

Der systemische Blick richtet sich nicht auf die Frage, wer „Recht“ hat oder wer sich verändern sollte. Stattdessen betrachten wir die Dynamiken, Muster und Wechselwirkungen innerhalb der Beziehung. Häufig geraten Paare in wiederkehrende Kreisläufe, die beide belasten, obwohl keiner von beiden sie bewusst herbeiführt.

Die emotionsfokussierte Paartherapie ergänzt diesen Blick um die emotionale Ebene. Hinter Vorwürfen, Rückzug oder wiederkehrenden Konflikten stehen häufig unerfüllte Bindungsbedürfnisse, Verletzungen oder Ängste, die im Alltag kaum noch sichtbar sind. Ziel ist es, diese zugrunde liegenden Prozesse besser zu verstehen und neue Erfahrungen von Sicherheit, Vertrauen und emotionaler Verbundenheit zu ermöglichen.

Mir ist dabei eine wertschätzende und allparteiliche Haltung besonders wichtig. Beide Partnerinnen oder Partner werden gleichermaßen gehört und in ihrer Perspektive ernst genommen. Es geht nicht darum, Schuld zu verteilen oder eine Person zu verändern, sondern gemeinsam zu verstehen, was zwischen Ihnen geschieht, welche Bedürfnisse und Verletzungen dahinterliegen und was Sie sich für Ihre Beziehung wünschen.

Welche Methoden und Schwerpunkte dabei im Vordergrund stehen, richtet sich nach Ihrem individuellen Anliegen und danach, was für Sie als Paar hilfreich und stimmig ist.

Sexualtherapie

Sexualität ist eng mit unserer Persönlichkeit, unseren Beziehungserfahrungen, unserem Selbstbild und unserem Erleben von Nähe verbunden. Schwierigkeiten entstehen daher häufig nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel körperlicher, emotionaler und zwischenmenschlicher Faktoren.

Auch in der Sexualtherapie arbeite ich systemisch, emotionsfokussiert und klientenzentriert. Gemeinsam betrachten wir Ihre individuelle Situation, mögliche belastende Muster sowie die Bedeutung von Nähe, Vertrauen, Kommunikation und persönlichen Erfahrungen für Ihre Sexualität.

Ziel ist es, einen offenen und wertschätzenden Raum zu schaffen, in dem auch sensible oder schambesetzte Themen ihren Platz haben. Dabei geht es nicht um vorgegebene Vorstellungen von „richtiger“ Sexualität, sondern darum, Ihre eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche besser zu verstehen und Veränderungen zu entwickeln, die zu Ihnen und Ihrer Beziehung passen.

Für Singles

Beziehungen beginnen bei uns selbst.

Nicht nur Paare profitieren von einer Auseinandersetzung mit ihren Beziehungs- und Bindungsmustern.

Viele Menschen stellen fest, dass sich bestimmte Erfahrungen oder Dynamiken in ihren Beziehungen immer wiederholen. Vielleicht fällt es schwer, Vertrauen zu entwickeln, Nähe zuzulassen oder Grenzen zu setzen. Manche geraten wiederholt an ähnliche Partnerinnen oder Partner, fühlen sich in Beziehungen häufig nicht gesehen oder verlieren den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen.

Auch wenn aktuell keine Partnerschaft besteht, kann die Auseinandersetzung mit dem eigenen Bindungsstil hilfreich sein. Sie kann dabei unterstützen, wiederkehrende Muster zu erkennen, ihre Entstehung besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang mit Nähe, Distanz, Konflikten und emotionaler Verletzlichkeit zu entwickeln.

Denn unsere Beziehungsmuster wirken nicht nur in romantischen Partnerschaften. Sie prägen auch enge Freundschaften, familiäre Beziehungen und unsere Beziehung zu uns selbst.

Ob in einer Partnerschaft oder allein: Mein Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, sich selbst und Ihre Beziehungen besser zu verstehen und Veränderungen zu ermöglichen, die sich nachhaltig auf Ihr Leben auswirken.